Corte Capitani ist ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb auf den Hügeln von Bardolino, ausschließlich nach Vereinbarung zu besuchen — und das eigenwilligste Gut in diesem Guide. Zwischen Reben und jahrhundertealten Olivenbäumen entstehen hier Weine, die bewusst außerhalb der Appellation stehen. Dieser Guide erklärt, warum das interessant ist.
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Warum hier IGT statt DOC steht
Die meisten Güter am See machen Bardolino DOC. Corte Capitani nicht — jedenfalls nicht überwiegend.
Neben der Corvina baut der Betrieb pilzwiderstandsfähige Sorten an: Johanniter, Bronner, Solaris. Diese so genannten PIWI-Sorten sind nicht im Bardolino-Statut vorgesehen, also wird als IGT Verona und Veneto abgefüllt. Was wie ein Verzicht aussieht, ist eine Entscheidung: weniger Pflanzenschutz, andere Aromatik, und die Freiheit, einen Orange Wine zu machen.
Für deutschsprachige Gäste ist das besonders interessant, weil PIWI-Sorten in Deutschland und der Schweiz längst etabliert sind — am Gardasee aber die Ausnahme bleiben. Hier verkostet man, was die Hügel jenseits der Appellationsgrenzen hergeben.
Die Weine und das Öl
- Weißweine aus Manzoni Bianco und PIWI-Sorten (Johanniter, Bronner, Solaris)
- Orange Wine — mit Schalenkontakt vergoren
- Rotweine aus Corvina und Rebo
- Extra vergines Olivenöl von jahrhundertealten Olivenbäumen
Das Öl ist kein Nebenprodukt. Wie im Guide zu Olivenöl vom Gardasee beschrieben, ist dieses Mikroklima eines der nördlichsten Olivengebiete der Welt — und ein Betrieb, der beides selbst erzeugt, kann die Verbindung zeigen.
Der Besuch
Es ist ein kleiner Betrieb ohne feste Öffnungszeiten. Verkostungen werden vorab abgesprochen und sind in der Regel von einem Brett mit Salumi und Focaccia begleitet — unprätentiös und genau deshalb angenehm.
Lage: Ortsteil Capitani di Sotto, Gemeinde Bardolino, auf den Hügeln vom See hinauf zum Monte Baldo, etwa 30 bis 35 Autominuten von Verona.
Einen Besuch organisieren
Enouting übernimmt Termin, Transport ab Verona oder vom See und den Sommelier.
Der interessanteste Kontrast am Ostufer: Zeni für die historische Seite, Villa Calicantus für den Terroir-Bardolino und Corte Capitani für das Experiment. Mehr im Guide Weingüter am Gardasee.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Corte Capitani besuchen?
Ja, ausschließlich nach Vereinbarung. Corte Capitani ist ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb und empfängt Besucher zu vorab abgesprochenen Verkostungen, in der Regel begleitet von einem Brett mit Salumi und Focaccia. Enouting organisiert den privaten Besuch mit Transport ab Verona oder vom See und einem Sommelier.
Welche Weine macht Corte Capitani?
Ein für die Zone ungewöhnliches Programm: Weißweine aus Manzoni Bianco und aus pilzwiderstandsfähigen Sorten wie Johanniter, Bronner und Solaris, ein Orange Wine sowie Rotweine aus Corvina und Rebo, überwiegend als IGT Verona und Veneto. Der Betrieb erzeugt außerdem extra vergines Olivenöl von jahrhundertealten Bäumen.
Warum sind die Weine kein Bardolino DOC?
Corte Capitani hat einen eigenen Weg gewählt: Neben der Corvina baut der Betrieb pilzwiderstandsfähige Sorten (PIWI) an, die nicht im Bardolino-Statut vorgesehen sind, und füllt daher als IGT ab. Genau das macht den Besuch interessant — man verkostet, was aus den Gardasee-Hügeln jenseits der Grenzen der Appellation werden kann.
Wo liegt Corte Capitani?
Im Ortsteil Capitani di Sotto, Gemeinde Bardolino, auf den Hügeln, die vom Gardasee zum Monte Baldo aufsteigen. Von Verona sind es etwa 30 bis 35 Autominuten.
Was sind PIWI-Sorten?
PIWI steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten — Neuzüchtungen wie Johanniter, Bronner oder Solaris, die gegen Mehltau weitgehend resistent sind und daher kaum Pflanzenschutz benötigen. In Deutschland und der Schweiz sind sie inzwischen gut bekannt; am Gardasee sind sie noch eine Ausnahme, und Corte Capitani ist einer der wenigen Betriebe, die sie konsequent ausbauen.
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